Das Jubiläumsjahr 2020 – 40 Jahre Galerie Tobien!

Über die Galerie Tobien und ihre Historie

Unser Motto ist „Kunst macht Spaß“ – denn wir sind Spezialisten für Rahmungen, Vergoldungen und Kunst. Auf der oberen Neustadt entwickelte sich die Galerie Tobien seit ihrer Gründung 1978 durch Joachim in mehreren Etappen zum komplexen und spannenden Kunst-, Kultur- und Handwerkszentrum, das Sie heute besuchen können.

Durch den einladenden Eingang in der Fußgängerzone „Untere Neustadt“ betreten Sie den vorderen Galerieraum mit Postkartenparadies und Kleinem Kunstsinn.

Ein Durchgang leitet Sie in unser Zwischendeck, in dem wir Ihnen die Werke ausgewählter Künstler in einer kleinen Sonderausstellung vorstellen. Im nächsten Gebäudeteil befinden sich der Beratungsbereich für die Einrahmungen und der Kassenbereich. 

Ebenfalls in die Galerie gelangen Sie über den hinter der Werkstatt gelegenen Kundenparkplatz. Von hier aus führt auch eine Treppe in den großen Ausstellungsraum im Obergeschoss, in dem die Einzel- oder Gruppenausstellungen stattfinden.

Vom Beratungsbereich können Sie einen Blick in die großzügige Rahmungswerkstatt werfen, in der wir die Kunstwerke werterhaltend rahmen.

Im ersten Stock grenzt an den Ausstellungsraum die hauseigene Vergolderwerkstatt. Hier entstehen die besonders individuellen Modellrahmen nach jahrhundertealter Vergoldertradition.

Seit 2018 ist die Galerie Tobien mit einem zweiten Standort in St. Peter Ording vertreten. Inhaltlicher Schwerpunkt liegt hier auf maritimer Kunst, aber auch klassische und moderne Kunstwerke sind hier neben vielen weiteren großen und kleinen Kunstformen zu finden.

In der Veranstaltungsreihe „Kunst & Kekse“ haben die Besucher direkten Kontakt zu Künstlern wie zum Beispiel Ole West, Mario Reinstadler, Wolfgang Werkmeister, Regina Porip, Heinke Böhnert oder Ines Ramm.

Marid Taubert, die 1998 ihre Meisterprüfung im Vergolderhandwerk ablegte, bildet in diesem spannenden Beruf auch Lehrlinge aus. Über Bewerbungen freuen wir uns!

Von 1999 bis 2014 gab es die Dependance art & book in der Hamburger Grindelallee. Ein besonders schönes Kunstevent in dieser Zeit war der Besuch von Janosch im Hamburger Hafen auf der Rickmer Rickmers, den die Galerie Tobien initiierte.

Seit 2012 gibt es im Ausstellungsraum in der Husumer Galerie jährlich fünf bis sechs Einzel- oder Themenausstellungen. Diese große Fülle ist nur durch den direkten Kontakt zu Künstlern und Editeuren in ganz Deutschland und Europa möglich.

In den vier Jahrzehnten lebendigen Galeriebetriebes gab es zahlreiche Ausstellungen und Kunstevents. Einige Highlights waren:

  • 1990 Horst Janssen im Husumer Rathaus (Kulinarisches und Kunst)
  • 1994 Eröffnung des Neubaus mit A. R. Penck
  • 1995 Christo und Jeanne Claude anlässlich der Reichstagsverhüllung
  • 2001 Günther Grass Küchenzettelmappe, eine Kooperation mit dem Restaurant Rosenburg
  • 2008 Janosch in Husum
  • 2010 Janosch mit Event auf der Rickmer Rickmers
  • 2010 Jörg Immendorf in der Libeskindvilla in Datteln (in Kooperation mit der Stadt Datteln)
  • 2010 30 Jahre-30 Künstler in Husum Jubiläumsausstellung
  • 2010 Dali „Die Fabeln von La Fontaine“ Wolfgang Werkmeister Westküstenzyklus

Editionen der Galerie (Auszug)

  • Husumer von Bernd Hagemann
  • Husum und so von Ole West
  • Husum Radierung von Janosch „Husum ist ja voll total sauschräg“
  • Janosch „Hamburg mein Hamburg“ zwei Hamburg Radierungen
  • Gerhard Hermanns „Picknick“ und „Sommergäste“ Farbholzschnitte
  • Falko Behrendt Radierungen Hamburg und Husum

Joachim Tobien. Ein Nachruf.

Joachim Tobien †

Joachim Tobien †

Im Alter von 62 Jahren ist unser Geschäftsführer Joachim Tobien Anfang August 2012 verstorben. In der Familie wie in der Galerie und in der Husumer Neustadt hinterlässt er eine schmerzliche Lücke.

Auf der Neustadt ist er aufgewachsen und blieb der Straße sein Leben lang verbunden. Im wirtschaftlichen und politischen Leben Husums war Joachim Tobien ebenso umtriebig wie ihn seine im Beruf des Glasers entdeckte Begeisterung für den künstlerischen Umgang mit Material, Farben und Licht konsequent zu einem der bekanntesten Galeristen der Region und darüber hinaus werden ließ.

„So lieb ist der liebe Gott nun auch wieder nicht, dass er dem, der keinen Inhalt hat, die Form schenkt.“ – dieses Zitat ist von Alfred Hrdlicka, beschreibt aber pointiert den nordisch-trockenen wie intelligenten Mutterwitz von Joachim Tobien. Seine rhetorische Eloquenz auch in Diskussionen über Kunst und Künstler machte ihn zum geschätzten Gesprächspartner und war vielen Bereicherung und Reibungsfläche zugleich.

Die Galerie Tobien als sein Lebenswerk und Kunsthaus mit Tradition bleibt Husum erhalten – in seinem Sinne wird der Familienbetrieb jetzt von seiner Tochter Marid Taubert weitergeführt.

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