Anja Tchepets
Um die Welt
Anja Tchepets
Um die Welt
Ausstellungseröffnung am 18. Oktober um 11 Uhr
Ausstellung in Husum
18. Oktober 2026 – 30. Januar 2026
18. Oktober 2026 – 30. Januar 2026
Hinweis: Die Galerie St. Peter-Ording befindet sich vom 11.01. – 29.01.23 in der Winterpause.
„Am besten arbeite ich in Künstlerhäusern. Es ist wie in Klausur gehen. Vor mir liegt ein leerer Raum. Es gibt keine Ablenkung. Alles, was mir begegnet wird konzentriert verarbeitet und der Raum füllt sich.“ – Anja Tchepets
Anja Tchepets wurde in eine Künstlerfamilie geboren. Ihr Großvater war Professor an der Akademie der Künste in St. Petersburg, der Vater Maler und ihre Mutter Illustratorin.
Mit 20 Jahren wanderte sie nach Kanada aus und begann in Montreal ein Grafikstudium, das sie in Berlin an der Kunsthochschule Weißensee fortsetzte. Seitdem lebt Anja Tchepets in Berlin.
Ihre Auslandsreisen und Artist-in-Residence-Programme ermöglichen ihr in Deutschland, Europa und der ganzen Welt neue Erfahrungen und Eindrücke zu sammeln, die sie in Grafiken, Künstlerbüchern und Gemälden auf Papier festhält.
Ihre Arbeiten sind vielschichtig und wandelbar in der Technik: mal sind sie skizzenhaft angelegt, wie das Bild „In Mexico City“, mal werden sie farbig ausformuliert, wie die Gemälde von Innenräumen in Mexiko und Russland und Gebäudekomplexe und Straßenzüge in New York.
Ihre druckgrafischen Werke entstehen unter zu Hilfenahme von Schablonen und Portraits malt die Künstlerin mit dem, was gerade zur Hand ist, Gouache, Öl oder auch Druckerfarbe.
Mit ihren Bildern möchte Anja Tchepets die „Schönheit dieser Welt“ festhalten. Selbst prekäre Orte und Lebensumstände können durch ihre Farbigkeit „Schönheit“ ausstrahlen.
Anja Tchepets Arbeiten bewerten nicht. Wie ein Medium, nimmt die Künstlerin das Gesehen auf und verwandelt es in Bilder. So entstehen Bildnisse von Straßenzeilen in Midtown Manhattan, einem Roadtrip durch die USA, vom Straßenkehrer in Mexiko, kleinen Straßencafés und Gemeinderäumen, von Hausfluren und Küchen in russischen Wohnblocks, von japanischen Landschaften und einem Kabuki Schauspieler.
Bemerkenswert sind ebenfalls jene Portraits von jungen Frauen und Männern, die in dieser Ausstellung zu sehen sind. Die Vorlagen dazu liefern Reisebekanntschaften, Fotos von Menschen auf der Straße,
Freunde und Bekannte, die in das Atelier der Künstlerin kommen, Screenshots von Social Media Plattformen und Videos. Ihre Portraits weisen bei aller Unterschiedlichkeit doch auch darauf hin, dass der Habitus junger und älterer Menschen sich weltweit ähnelt.